Projektbericht: Mieterstrom mit virtuellem Summenzähler in Düsseldorf mit unserem Partner Zenergy Vision

Veröffentlicht
04.11.2026
Aktualisiert
04.11.2026
Autor
Rosanna Meyer
Projektbericht Mieterstrom Düsseldorf: PV-Anlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses, umgesetzt von metergrid-Partner Zenergy Vision

Die Eckdaten des Projekts auf einen Blick:

  • Standort: Düsseldorf (NRW)
  • Gebäudeeigentümer: Ingo Koch
  • Partner: Zenergy Vision GmbH
  • Gebäude: Mehrfamilienhaus mit 20 Wohneinheiten, 2 Gewerbeeinheiten und Allgemeinstrom
  • PV-Leistung: 18 kWp (Module: Aiko, 460 Wp)
  • Speicher: 14,2 kWh (neoom STAAK)
  • Wechselrichter und Energiemanagement: Solax (15 kW), neoom BEAAM
  • Messkonzept: virtuelles Summenzählermodell
  • Teilnehmer: aktuell 9 Mietparteien, zum Start rund 12, perspektivisch 15 bis 18
  • Status: Anlage installiert und für den Allgemeinstrom in Betrieb, Start der Mieterstromversorgung in Vorbereitung
  • Servicemodell: metergrid Plus

Mieterstrom in Düsseldorf: ein Projekt, das Ausdauer verlangt hat

Manche Mieterstromprojekte sind auf dem Dach schnell erledigt und brauchen danach vor allem eines: einen langen Atem, zum Beispiel bei der Kommunikation mit dem Netzbetreiber. Unser Projekt mit unserem Partner Zenergy Vision in Düsseldorf ist so ein Fall. Die PV-Anlage mit 18 kWp und der Speicher mit 14,2 kWh sind seit Juni 2025 installiert, der Solarstrom versorgt bereits den Allgemeinstrom des Mehrfamilienhauses. Bis auch die Mietparteien ihren Strom direkt vom eigenen Dach beziehen können, war allerdings einiges an Geduld gefragt, denn: Für den Netzbetreiber war das Düsseldorfer Projekt eines der ersten mit virtuellem Summenzähler. Warum sich das Dranbleiben gelohnt hat und was wir aus dem Projekt mitnehmen, erzählen wir in diesem Bericht.

Wie das Projekt entstanden ist

Zenergy Vision aus Düsseldorf plant und installiert PV-Anlagen mit Speicher und ist zertifizierter Partner von metergrid. Über das Netzwerk von Zenergy Vision entstand der Kontakt zum Eigentümer Ingo Koch, der für sein Mehrfamilienhaus eine PV-Anlage plante.

In der Beratung ging es zunächst um die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Anlage. Schnell stand dabei die Frage im Raum, ob der Solarstrom nicht besser direkt im Haus genutzt werden kann, statt ihn nur einzuspeisen. Gemeinsam mit dem Eigentümer prüfte Zenergy Vision, wie sich daraus ein wirtschaftlich tragfähiges Mieterstrommodell entwickeln lässt, und holte uns von metergrid als Spezialisten für Abrechnung und Verwaltung mit ins Boot.

Überzeugt hat den Eigentümer vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen Zenergy Vision und uns, sowie das Gesamtpaket, das daraus entstanden ist: Zenergy Vision kümmert sich um Planung, Bau und Koordination, wir um alles, was im laufenden Betrieb mit Mieterstromverträgen, Abrechnung und Verwaltung zu tun hat.

Warum ein virtueller Summenzähler?

Ein Wunsch stand von Anfang an fest: Das Projekt sollte mit einem virtuellen Summenzählermodell umgesetzt werden. Der Grund war ganz pragmatisch. Bei einem physischen Summenzähler wäre eine Wandlermessung nötig gewesen, und die ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Im virtuellen Modell werden stattdessen die Messwerte der einzelnen Zähler im Gebäude rechnerisch zusammengeführt. Die Investition in die Wandlermessung entfällt, und das Projekt startet mit geringeren Anfangskosten.

Auf dem Dach lief alles nach Plan. Zenergy Vision plante und installierte die Anlage mit PV-Modulen von Aiko (je 460 Wp), einem Solax-Wechselrichter mit 15 kW sowie Speicher und Energiemanagement von neoom (STAAK mit 14,2 kWh und BEAAM). Den Messstellenbetrieb und die Zählermontage übernahm metiundo als wettbewerblicher Messstellenbetreiber.

Technik des Mieterstromprojekts: Solax-Wechselrichter mit 15 kW und Batteriespeicher von necom, installiert von Zenergy Vision

Die Anlage ist einsatzbereit, bald wird Mieterstrom im Haus fließen

Rückblickend müssen wir sagen: Bei diesem Projekt begann die eigentliche Arbeit erst, als die Module bereits auf dem Dach waren. Nicht die Montage war die Herausforderung, sondern die Prozesse mit der Netzgesellschaft rund um den virtuellen Summenzähler. Das lag vor allem daran, dass es für den regionalen Netzbetreiber eines der ersten Projekte mit virtuellem Summenzähler in seinem Netzgebiet war. Das führte dazu, dass sich der Prozess etwas in die Länge gezogen hat: Freigabeunterlagen fehlten, Zähleranmeldungen und die Übermittlung von Stammdaten kamen nur schleppend voran, und bei einem Gewerbezähler war lange unklar, wie er zuzuordnen ist. Die administrative Inbetriebnahme zog sich dadurch über mehrere Monate. Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass zukünftige ähnliche Projekte auch in dieser Region sicherlich in Zukunft weniger lange dauern werden, da so ein wichtiger Grundstein in der Erfahrung und Umsetzung des Netzbetreibers mit virtuellen Summenzählern gelegt werden konnte.

Projektbericht Mieterstrom Düsseldorf: Zählerschrank mit Messtechnik für das virtuelle Summenzählermodell im Mehrfamilienhaus

Gerade in dieser Phase hat sich gezeigt, wie wertvoll ein engagierter Partner ist. Zenergy Vision hat uns mit Unterlagen und bei Rückfragen unterstützt und gemeinsam mit uns dafür gesorgt, dass festgefahrene Vorgänge wieder in Bewegung kamen. Die Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt: Mit dem Netzbetreiber haben wir individuell vereinbart, die neun bestehenden Teilnehmer manuell und rückwirkend auf Mieterstrom umzustellen. Der netzseitige Aufbau ist bestätigt, für die abschließende Freigabe im Portal fehlt nur noch die Bestätigung der Rückerstattungen.

Damit ist das Ziel in greifbarer Nähe, und wir freuen uns gemeinsam mit Zenergy Vision und dem Eigentümer auf die baldige Inbetriebnahme des Mieterstrommodells.

‍„Mieterstrom war für unseren Kunden Neuland, und die Netz- und Zählerprozesse haben uns allen viel Geduld abverlangt. Gerade deshalb war es Gold wert, bei metergrid in jeder Projektphase einen festen Ansprechpartner zu haben, der erreichbar war und die Themen mit uns vorangetrieben hat. Diese enge Zusammenarbeit und das Gesamtpaket der Leistungen haben unseren Kunden überzeugt. Gemeinsam mit metergrid möchten wir in der Zukunft noch viele weitere Mieterstromprojekte umsetzen.“

Niklas Vattmann, Geschäftsführer der Zenergy Vision GmbH

Zitat Niklas Vattmann, Co-Founder von Zenergy Vision, über die Zusammenarbeit mit metergrid im Mieterstromprojekt in Düsseldorf

Ab dem Start: Betrieb mit metergrid Plus

Sobald der Mieterstrom fließt, übernehmen wir von metergrid den laufenden Betrieb. Der Eigentümer hat sich für das Servicepaket metergrid Plus entschieden. Formal wird er damit zum Stromlieferanten seiner Mietparteien, den Aufwand im Alltag übernimmt aber unser Team:

  • automatisierte Abrechnung der Mieterstromverträge
  • digitale Verwaltung von Verträgen, Tarifen und Zahlungen inklusive Mahnwesen
  • metergrid Mieter-App mit Einblick in Verbrauch und Kosten
  • fester Ansprechpartner im laufenden Betrieb

Für die Mietparteien heißt das: Solarstrom vom eigenen Dach, ergänzt durch Reststrom aus dem Netz, und volle Transparenz über Verbrauch und Kosten.

‍„Bei diesem Projekt hat sich gezeigt, was einen guten Partner ausmacht: Zenergy Vision hat nicht nur die Anlage gebaut, sondern ist auch drangeblieben, als es bei den Zählerprozessen nicht weiterging. Auch meiner Kollegin Lisa Ellrich aus dem Operations-Team möchte ich danken, denn trotz aller Herausforderungen ist sie hartnäckig geblieben und hat das Projekt in enger Abstimmung mit Zenergy Vision erfolgreich vorangetrieben. Dass wir am Ende mit dem Netzbetreiber eine gute Lösung gefunden haben, mit der alle bisherigen Teilnehmer rückwirkend in den Mieterstrom übernommen werden, ist also ein echter Teamerfolg. Genau so stellen wir uns Partnerschaft vor.“

Jörn Kruff, Senior Partnermanager bei metergrid

Zitat Jörn Kruff, Senior Partnermanager bei metergrid, über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Zenergy Vision und das Engagement der Kollegin aus dem Operations-Team im Kontakt mit dem Netzbetreiber

Ausblick: neun Teilnehmer sind erst der Anfang

Neun Mietparteien haben sich bereits für den Mieterstrom in diesem Projekt entschieden. Zum Start rechnet Zenergy Vision mit rund zwölf, perspektivisch mit 15 bis 18 teilnehmenden Parteien. Jede weitere Partei erhöht den Anteil des Solarstroms, der direkt im Haus verbraucht wird, und damit die Wirtschaftlichkeit des Mieterstromprojekts.

Was wir aus Düsseldorf mitnehmen: Ein virtueller Summenzähler kann die Einstiegskosten senken, verlangt bei den Netzprozessen aber Geduld und Hartnäckigkeit. Umso wichtiger sind kurze Wege, feste Ansprechpartner und ein Partner vor Ort, der mit anpackt. Genau das hat dem Eigentümer bei einem für ihn neuen und vergleichsweise komplexen Thema Sicherheit gegeben, und genau darauf wollen wir von metergrid gemeinsam mit Zenergy Vision auch in weiteren Projekten aufbauen.

Aussicht vom Dach des Düsseldorfer Mieterstrom-Hauses auf den Sonnenuntergang nach dem ersten erfolgreichen gemeinsamen Projekt, symbolisch für den Ausblick auf die weitere Zusammenarbeit zwischen metergrid und Zenergy Vision

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