Düsseldorf: Förderungen für Photovoltaik und Mieterstrom – Programm eingestellt

Das Wichtigste in Kürze
- Was war das Programm? Das Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" war eine freiwillige städtische Förderung, die von 2022 bis Januar 2026 aktiv war. Seit dem 23. Januar 2026 können keine neuen Anträge mehr gestellt werden.
- Was wurde bisher gefördert? Das Programm umfasste Zuschüsse für Photovoltaikanlagen (Grundförderung 1.000 € + 200 €/kWp), Batteriespeicher (250 €/kWh), Wärmepumpen, intelligente Messtechnik für Mieterstrom, Balkonkraftwerke sowie Gebäudedämmung und weitere klimafreundliche Maßnahmen.
- Förderung bereits beantragt – was jetzt? Wer vor dem Stopp eine Fördernummer erhalten hat, kann die Förderung noch in Anspruch nehmen. Die Fördernummer ist 24 Monate ab Ausstellung wirksam. Erforderliche Unterlagen müssen innerhalb dieser Frist eingereicht werden.
- Alternativen zum Förderprogramm: Auf Landes- und Bundesebene bestehen weiterhin attraktive Fördermöglichkeiten – darunter das NRW-Landesprogramm progres.nrw, der Mieterstromzuschlag sowie KfW-Finanzierungen und steuerliche Erleichterungen.
- Wann kommt das Programm zurück? Dazu gibt es aktuell keine Informationen. Die Stadt überarbeitet das Konzept, ein Zeitplan wurde nicht kommuniziert. Es lohnt sich, die städtische Webseite regelmäßig zu prüfen.
Wichtiger Hinweis: Förderprogramm aktuell eingestellt
Das städtische Förderprogramm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" ist seit Januar 2026 vorläufig gestoppt. Neue Förderanträge können derzeit nicht gestellt werden. Umweltdezernent Jochen Kral begründete den Schritt im Umweltausschuss des Stadtrats mit zwei Faktoren: Das Programm sei in seiner Grundkonzeption auf Kostensituationen ausgelegt, die fünf bis zehn Jahre alt seien, und müsse grundlegend überarbeitet werden. Hinzu kommt die angespannte Haushaltslage der Landeshauptstadt – Düsseldorf befindet sich aktuell in einer vorläufigen Haushaltsführung mit einem prognostizierten Defizit von rund 358 Millionen Euro für 2026.
Bereits bewilligte oder eingereichte Anträge sowie vergebene Fördernummern behalten ihre Gültigkeit. Ein Zeitplan für die Wiederaufnahme des Programms wurde bisher nicht kommuniziert. Aktuelle Informationen dazu findest du direkt auf der Webseite der Stadt Düsseldorf.
Was wurde vom Programm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten" gefördert?
Das Düsseldorfer Förderprogramm zählte zu den umfangreichsten kommunalen Förderprogrammen in Deutschland. Es unterstützte bis Januar 2026 sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen bei klimafreundlichen Investitionen:
- PV-Dachanlagen wurden mit einer Grundförderung von 1.000 Euro ab 1 kWp sowie zusätzlich 200 Euro je installiertem kWp (bis max. 10.000 Euro Gesamtförderung) bezuschusst.
- Mieterstrom profitierte von 40 % Förderung auf intelligente Messtechnik (max. 4.000 €) sowie 50 % Zuschuss zur Baubegleitung (max. 1.000 €/Wohneinheit).
- Balkonkraftwerke erhielten 50 % der Anschaffungskosten (max. 600 €), für Haushalte mit Düsselpass oder Grundsicherungsnachweis sogar bis zu 800 Euro als Vollförderung.
- Batteriespeicher wurden mit 250 €/kWh Speicherkapazität (max. 10.000 €) gefördert, Wärmepumpen mit einem Innovationsbonus von 1.000 Euro in Kombination mit einer PV-Anlage.

Da das Förderprogramm seit dem 23. Januar 2026 bis auf Weiteres ausgesetzt wurde, können die Fördermittel für diese PV-Investitionen vorerst nicht mehr beantragt werden.
Was passiert, wenn ich die Förderung bereits vor dem Stopp beantragt habe?
Die gute Neuigkeit: Bereits bewilligte Anträge, die vor dem 23. Janaur 2026 gestellt worden, sowie bereits vergebene Fördernummern sind vom Ende des Förderprogramms nicht betroffen. Der Düsseldorfer Umweltdezernent Jochen Kral machte dazu im Umweltausschuss deutlich, dass bereits gestellte Anträge in den vorhandenen Fördermitteln berücksichtigt worden seien und diese Förderungen weiterhin ausgezahlt werden könnten.
Die Fördernummer ist 24 Monate ab Ausstellung gültig. Innerhalb dieser Frist müssen alle erforderlichen Unterlagen und der Auszahlungsantrag eingereicht werden.
Was passiert, wenn ich jetzt noch einen Förderantrag stellen möchte?
Neue Förderanträge beim städtischen Programm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" sind aktuell nicht möglich. Das Förderportal der Stadt nimmt keine neuen Anmeldungen an. Wer in den vergangenen Wochen eine PV-Anlage, einen Speicher oder ein Mieterstromprojekt geplant hat, kann entweder auf das überarbeitete Programm warten (Veröffentlichungszeitpunkt noch unbekannt), oder kann auf Alternativförderungen auf Landes- oder Bundesebene ausweichen.
Gibt es noch Fördermöglichkeiten für Photovoltaik und Mieterstrom in Düsseldorf?
Ja, auch ohne das städtische Programm gibt es attraktive Fördermöglichkeiten für Mieterstromprojekte in Düsseldorf:
progres.nrw (Landesebene): Das NRW-Landesprogramm für Klimaschutztechnik ist weiterhin aktiv und fördert Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Mieterstrommodelle und Netzintegration mit Zuschüssen von in der Regel 20–25 % der förderfähigen Kosten. Weitere Informationen in unserem Förderungsblog NRW.
Mieterstromzuschlag (Bundesebene): Für Mieterstromprojekte gibt es den gesetzlich verankerten Mieterstromzuschlag nach EEG – dieser ist unabhängig von kommunalen Förderprogrammen und weiterhin verfügbar. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Mieterstromzuschlag.
KfW-Finanzierungen: Günstige Kredite und Zuschüsse für energetische Sanierung und Photovoltaik stehen weiterhin zur Verfügung (z. B. KfW 270 für erneuerbare Energien).
Steuerliche Erleichterungen: Die Umsatzsteuerbefreiung für kleine PV-Anlagen und Speicher (0 % MwSt.) gilt weiterhin. Ein Ende der Steuererleichterung 2027 unter der CDU-Bundespolitik ist allerdings möglich, daher lohnt es sich, schnell zu sein und Projekte 2026 noch zu beginnen. Mehr zu den Plänen des Wirtschaftsministeriums erfährst du in unserem Blog.
Kombination von Förderungen lohnt sich: Progres.nrw und Bundesförderungen lassen sich in der Regel kombinieren – die Gesamtförderquote liegt dann häufig bei bis zu 60 % der förderfähigen Kosten. Mehr dazu in unserem Überblick zu den NRW-Förderungen 2026.
Was bedeutet das Förderungs-Aus für geplante PV- und Mieterstromprojekte in Düsseldorf?
Der vorläufige Stopp des städtischen Programms ändert nichts an der grundsätzlichen Wirtschaftlichkeit von PV- und Mieterstromprojekten. Landes- und Bundesförderungen fangen einen Großteil ab, und die seit 2026 verschärfte Solarpflicht in NRW macht PV bei bestimmten Dachsanierungen ohnehin verpflichtend – was die Planbarkeit erleichtert.
Wer jetzt ein Projekt plant, sollte frühzeitig prüfen, welche Förderungen kombinierbar sind, und die städtische Webseite im Blick behalten, sobald das überarbeitete Düsseldorfer Programm wieder startet.
Für eine individuelle Einschätzung deines Projekts steht dir das metergrid-Team gern zur Verfügung.
Siehe auch: Warum sich metergrid als Mieterstrom-Anbieter für NRW lohnt.
Häufige Fragen:
Welche Förderungen gibt es 2026 für Photovoltaik in Düsseldorf?
Das Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" wurde im Januar eingestellt. Es können aber alternative Förderungen für Photovoltaik und Mieterstrom beantragt werden, wie das landesweite Programm progres.nrw oder bundesweite Förderungen wie der Mieterstromzuschlag.
Wird Mieterstrom in Düsseldorf gefördert?
Die städtische Photovoltaik- und Mieterstromförderung für Düsseldorf "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" wurde im Januar 2026 beendet. Es können aber alternative landesweite (NRW) und bundesweite Förderprogramme für Photovoltaik und Mieterstrom pgenutzt und sogar miteinander kombiniert werden.
Kann ich jetzt noch eine Fördernummer für das Düsseldorfer Programm beantragen?
Nein, es kann keine neue Fördernummer für das Düsseldorfer PV-Förderungsprogramm mehr beantragt werden. Seit dem 23. Januar 2026 ist das Förderportal der Stadt Düsseldorf für neue Anträge geschlossen. Eine Fördernummer kann aktuell nicht mehr beantragt werden. Wann das Programm in überarbeiteter Form wieder startet, ist noch nicht bekannt – es empfiehlt sich, die Webseite der Stadt regelmäßig zu prüfen.
Was ist progres.nrw und wie ergänzt es die Düsseldorfer PV-Förderung?
progres.nrw ist das NRW-Landesprogramm für Klimaschutztechnik, das seit dem 15. Februar 2024 wieder aktiv ist. Es bündelt Förderungen in Bereichen wie Photovoltaik, Speicher, Mieterstrom, Agri‑ und Floating‑PV sowie Quartierslösungen. Private, kommunale und gewerbliche Antragstellende können Zuschüsse nutzen, in der Regel zwischen 20 % und 25 % der förderfähigen Kosten, je nach Projekttyp, mit Förderhöchstsummen von bis zu mehreren hunderttausend Euro. Agri‑ und Floating‑PV etwa erhalten bis zu 25 %, Quartierslösungen weitere Boni. Trotz des Endes der Düsseldorfer Photovoltaik-Förderung kann dieses Förderprogramm noch genutzt werden. Die Kombination mit Förderungen aus Bundesprogrammen (BEG) ist möglich – allerdings dürfen Förderungen insgesamt meist nicht über 60 % liegen.
Lohnt sich ein PV- oder Mieterstromprojekt in Düsseldorf ohne die städtische Förderung noch?
Ja, in den meisten Fällen lohnen sich Photovoltaik- und Mieterstromprojekte in Düsseldorf immer noch. Die städtische Förderung war ein attraktiver Bonus, aber nicht die tragende Säule der Wirtschaftlichkeit. Mieterstromzuschlag nach EEG, progres.nrw und KfW-Finanzierungen bleiben bestehen und decken einen erheblichen Teil der Investitionskosten ab. Gerade bei Mehrfamilienhäusern mit Mieterstrommodell lässt sich durch die Kombination dieser Programme weiterhin eine solide Rendite erzielen.
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