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PV-Anlage und Batteriespeicher: Brandgefahr oder Panikmache?
Veröffentlicht
16.1.2025
Aktualisiert
14.1.2026
Autor
Louisa Knoll

Das Wichtigste in Kürze
- PV-Anlagen sind sehr sicher: Brandrisiko extrem niedrig, nur etwa 0,006 % Wahrscheinlichkeit; Brände entstehen meist durch Installations- oder Wartungsfehler.
- Ursachen von PV-Bränden: fehlerhafte Montage, defekte Komponenten, unzureichende Wartung; technische Risiken lassen sich durch Fachinstallation und geprüfte Bauteile minimieren.
- Sicherheitsmaßnahmen für PV-Anlagen: fachgerechte Installation, hochwertige Komponenten, regelmäßige Wartung, Blitzschutz und Brandschutzmaßnahmen.
- Brandrisiko von Batteriespeichern: Brandrisiko ebenfalls sehr gering (ca. 0,0049 % jährlich), Hauptursachen sind Installation, Wartung und defekte Komponenten; Batteriemanagementsysteme überwachen Temperatur, Spannung und Ladezustand.
- Sicherheits-Tipps für Eigentümer/Vermieter: geprüfte Speicherkomponenten verwenden, fachgerechte Installation, regelmäßige Wartung, Rauchmelder/Feuerlöscher bereitstellen, Notfallplan erstellen, sichere Zellchemien wählen.
Grundlagen und Einordnung: Brandrisiko bei Photovoltaik
Photovoltaikanlagen sowie die häufig damit verbundenen Batteriespeicher sind ein zentraler Bestandteil der Energiewende und erfahren eine zunehmende Relevanz. Mit der steigenden Anzahl von Installationen rücken jedoch auch Fragen hinsichtlich der Sicherheit dieser Systeme in den Fokus, insbesondere im Hinblick auf potenzielle Brandrisiken. Doch wie signifikant ist dieses Risiko tatsächlich, und welche Maßnahmen können Hausbesitzer ergreifen, um die Sicherheit ihrer Anlage zu gewährleisten? Der Blog-Artikel widmet sich dieser Thematik und liefert eine umfassende Informationsgrundlage sowie praktische Empfehlungen zur Risikominderung.
PV-Anlagen und Brände: Wie groß ist das Risiko wirklich?
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass PV-Anlagen nur in äußerst seltenen Fällen Brände verursachen. Gemäß dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE liegt die Wahrscheinlichkeit, dass eine PV-Anlage einen Brand mit größerem Schaden auslöst, bei lediglich 0,006 Prozent. Diese Daten verdeutlichen, dass PV-Anlagen nicht gefährlicher sind als andere elektrische Installationen im Haushalt (Fraunhofer ISE).
Eine Analyse des Deutschen Feuerwehrverbands ergänzt diese Einschätzung: In den vergangenen 20 Jahren wurden in Deutschland etwa 120 Brände auf PV-Anlagen zurückgeführt. Das entspricht einer Brandquote von 0,008 Prozent aller deutschen installierten Systeme. In etwa 62 Prozent dieser Fälle blieb der Schaden auf die PV-Anlage selbst beschränkt, ohne größere Auswirkungen auf das restliche Gebäude.
Ursachen für Brände bei PV-Anlagen
Die seltenen Brandfälle sind in der Regel auf bestimmte Faktoren zurückzuführen. Diese beinhalten:
- Fehlerhafte Installation: Unsachgemäße Montage oder mangelhafte elektrische Anschlüsse können Risiken bergen. Eine fehlerhafte Installation ist einer der häufigsten Gründe für Brände. Deswegen ist die Relevanz der Installation einer PV-Anlage von qualifizierten Fachleuten umso höher.
- Defekte Komponenten: Verschleiß oder Produktionsfehler bei Wechselrichtern, Kabeln oder anderen Bauteilen können zu Fehlfunktionen führen. Hierbei können regelmäßige Kontrollen und der Einsatz von hochwertigen Bauteilen helfen, das Risiko zu minimieren.
- Unzureichende Wartung: Eine vernachlässigte Inspektion und Wartung kann die Anfälligkeit für Schäden erhöhen. Elektrische Systeme müssen regelmäßig gewartet werden, um sicherzustellen, dass sie reibungslos funktionieren.

Schutz vor Feuer: Die besten Tipps für sichere Solaranlagen
Um das ohnehin geringe Brandrisiko weiter zu minimieren, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:
- Fachgerechte Installation: Die Planung und Montage einer PV-Anlage sollte stets von qualifizierten Fachbetrieben durchgeführt werden, um Fehler zu vermeiden. Fachbetriebe kennen die spezifischen Anforderungen und Normen, die für Photovoltaikanlagen gelten.
- Hochwertige Komponenten: Der Einsatz geprüfter und zertifizierter Materialien gewährleistet eine höhere Betriebssicherheit. Die Qualität der Komponenten ist entscheidend für die Langlebigkeit und Sicherheit der Anlage.
- Regelmäßige Wartung: Periodische Inspektionen stellen sicher, dass die Anlage einwandfrei funktioniert und potenzielle Probleme frühzeitig erkannt werden. Es ist ratsam, die Anlage einmal im Jahr von einem Experten überprüfen zu lassen.
- Blitzschutz: Ein adäquates Blitzschutzsystem schützt die Anlage vor Überspannungsschäden. Gerade in Gegenden mit hoher Blitzaktivität ist ein effektiver Schutz unerlässlich.

Brandschutz-Tipps: das kannst du zusätzlich tun
- Rauchmelder installieren: Rauchmelder in allen Wohnräumen bieten frühzeitige Warnung und erhöhen die Sicherheit. Sie sollten regelmäßig getestet und die Batterien entsprechend gewechselt werden.
- Notfallmaßnahmen planen: Ein klarer Notfallplan mit definierten Fluchtwegen hilft, im Ernstfall schnell zu handeln. Löschdecken und Feuerlöscher sollten an leicht zugänglichen Stellen bereitstehen. Übungen mit der Familie fördern die Sicherheit und Routine.
Der Einfluss der Energiewende
Die Förderung der erneuerbaren Energien hat zu einem rasanten Anstieg der installierten PV-Anlagen geführt. Diese Entwicklung ist nicht nur für den Klimaschutz von Bedeutung, sondern birgt auch wirtschaftliche Vorteile für Hausbesitzer und Investoren. Die Sicherheitsstandards und technologischen Innovationen in der Branche haben sich parallel dazu kontinuierlich verbessert, sodass PV-Anlagen heute sicherer sind als je zuvor.
Gibt es eine erhöhte Brandgefahr bei Batteriespeichern in Kombination mit PV-Anlagen?
Die kurze Antwort: nein, es gibt keine erhöhre Brandgefahr bei Batterie- und Stromspeichern. Batteriespeicher, die in Kombination mit Photovoltaikanlagen eingesetzt werden, gelten insgesamt als sehr sicher. Studien (u.a. eine Studie der RWTH Aachen) zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Brandes bei PV-Heimspeichern äußerst gering ist: sie ist vergleichbar mit, oder sogar niedriger, als bei üblichen Haushaltsgeräten. Wenn es zu Zwischenfällen kommt, liegt dies fast immer an fehlerhafter Installation, mangelhafter Inbetriebnahme oder defekten Komponenten. Moderne Systeme verfügen über ein Batteriemanagement, das Spannung, Temperatur und Ladezustand kontinuierlich überwacht, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. Regelmäßige Wartung und die Nutzung geprüfter Qualitätsprodukte reduzieren das ohnehin geringe Risiko zusätzlich.

Einfluss von Umweltfaktoren auf die Sicherheit
Neben technischen Aspekten spielen auch äußere Einflüsse eine Rolle für die Sicherheit von Batteriespeichern. Feuchtigkeit, Überschwemmungen oder mechanische Beschädigungen können elektrische Bauteile beeinträchtigen und im schlimmsten Fall das Brandrisiko erhöhen. Deshalb ist es wichtig, Speicher fachgerecht zu installieren und gegen Witterungseinflüsse zu schützen. Ergänzend können Rauchmelder, Brandschutzmaßnahmen und ein Notfallplan dabei helfen, mögliche Schäden zu minimieren. So kannst du die Vorteile eines Stromspeichers nutzen, ohne unnötige Risiken einzugehen.
Tipps: So minimierst du das Brandrisiko deines Batteriespeichers
- Fachgerechte Installation durch qualifizierte Elektriker (hier gilt ganz klar: Qualitätsarbeit über Preis! Vertraue auf erfahrene und zertifizierte Handwerker.)
- Nur geprüfte, zertifizierte Speicherkomponenten verwenden
- Regelmäßige Wartung und Inspektion Batteriemanagement prüfen (Temperatur, Ladezustand, Spannungen)
- Gehäuse gegen Feuchtigkeit und Witterung schützen
- Rauchmelder und Feuerlöscher in der Nähe bereithalten
- Notfallplan für schnelle Reaktion im Brandfall (Vorschrift insbesondere in Mehrfamilienhäusern oder größeren Gebäuden!)
- Schon bei der Produktauswahl auf sichere Zellchemien achten (z. B. Lithium‑Eisenphosphat) - wenn du hier unsicher bist, lass dich von einem Experten beraten.
Solarenergie – sicher, effizient und zukunftsweisend
Photovoltaikanlagen sowie Batteriespeicher sind eine sichere und effiziente Technologie zur Nutzung erneuerbarer Energien. Das Risiko, dass von ihnen Brände ausgehen, ist äußerst gering und kann durch professionelle Installation und regelmäßige Wartung weiter reduziert werden. Investoren und Hausbesitzer können somit beruhigt auf Solarenergie setzen und von den vielfältigen Vorteilen profitieren. Die Kombination aus Umweltschutz und langfristiger Kostenersparnis macht PV-Anlagen zu zukunftsweisenden Investitionen.
Hausbesitzer, die auf Solarenergie setzen möchten, können sich sicher sein, dass sie mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen und einem fachgerechten Umgang eine sichere und nachhaltige Energiequelle nutzen. Die positiven Effekte für die Umwelt und die langfristigen finanziellen Vorteile machen Photovoltaikanlagen zu einer attraktiven Wahl für eine grüne Zukunft.
Häufige Fragen:
Wie hoch ist das Brandrisiko bei Photovoltaikanlagen wirklich?
Das Brandrisiko ist äußerst gering. Laut Fraunhofer ISE liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Brand mit größerem Schaden bei nur etwa 0,006 Prozent. Eine Analyse des Deutschen Feuerwehrverbands zeigt außerdem, dass in 20 Jahren lediglich etwa 120 Brände auf PV-Anlagen zurückgeführt werden konnten – bei mehreren Millionen installierten Anlagen in Deutschland.
Was sind die häufigsten Ursachen für Brände bei PV-Anlagen?
Benötige ich einen speziellen Brandschutz für meine PV-Anlage?
Wie hoch ist das Brandrisiko bei Batteriespeichern in Verbindung mit einer PV-Anlage?
Das Brandrisiko bei stationären Batteriespeichern ist insgesamt sehr gering. Studien zeigen, dass die jährliche Wahrscheinlichkeit eines Brandes bei korrekt installierten Heimspeichern unter 0,005 % liegt – vergleichbar oder sogar niedriger als bei vielen Haushaltsgeräten. Die meisten Zwischenfälle entstehen durch fehlerhafte Installation, defekte Komponenten oder fehlende Wartung. Moderne Speicher verfügen über ein Batteriemanagementsystem, das Spannung, Temperatur und Ladezustand überwacht, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen. Wer auf geprüfte Produkte und regelmäßige Wartung achtet, kann das Risiko weiter minimieren.
Was kann ich tun, um das Brandrisiko von Batteriespeichern zu senken?
Besitzer von PV-Anlagen, Batteriespeichern und auch Vermieter von Mehrfamilienhäuser können durch einige einfache Maßnahmen die Sicherheit deutlich erhöhen. Unter anderem zählen dazu: Den Speicher fachgerecht von zertifizierten Elektriker*innen installieren lassen, auf geprüfte Komponenten und sichere Zellchemien achten, regelmäßige Wartung sicherstellen und das Batteriemanagement kontrollieren. Zusätzlich helfen Rauchmelder, Feuerlöscher und ein klarer Notfallplan, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. So schützt du nicht nur dein Eigentum, sondern auch deine Mieter und senkst das Brandrisiko auf ein Minimum.
