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Ratgeber: Wie finde ich heraus, ob mein Dach für eine PV-Anlage geeignet ist?

Veröffentlicht

15.5.2024

Aktualisiert

13.1.2026

Autor

Torben Seib

Das Wichtigste in Kürze

  • Besonders wichtig für ein erfolgreiches Photovoltaik-Projekt ist die Sonnenexposition (je mehr Sonne, desto besser).
  • Auch Ausrichtung des Dachs und die Größe der Dachfläche spielen eine entscheidende Rolle.
  • Je nach Dachstruktur, Alter, Zustand und Material des Dachs kann die EIgnung beeinflusst werden - prüfe rechtzeitig, ob eine Sanierung ggf. notwendig ist.
  • Bei einem PV- oder Mieterstromprojekt solltest du außerdem rechtliche Vorgaben sowie mögliche Förderungen beachten.
  • Die Umsetzung deines PV- oder Mieterstromprojekts sollte durch geschulte Handwerker erfolgen; eine zuverlässige Software zur Abrechnung und Verwaltung ist grundsätzlich sinnvoll und gerade bei Mieterstromprojekten unabdingbar.

Du spielst mit dem Gedanken, eine PV-Anlage zu installieren und so in die Solar-Revolution einzusteigen? Super! Aber nicht jedes Dach ist gleich geeignet für eine Photovoltaikanlage. Hier sind 7 Aspekte, mit denen du prüfen kannst, ob dein Dach fit für die Zukunft ist.

Checkliste: Ist mein Dach für Photovoltaik geeignet?

Bevor du in die Planung gehst, lohnt sich ein strukturierter Blick auf dein Dach. Diese Punkte helfen dir, schnell einzuschätzen, ob eine PV-Anlage sinnvoll ist:

1. Sonnenexposition

Prüfe, wie viel direkte Sonneneinstrahlung dein Dach bekommt. Bäume, Schornsteine oder Nachbargebäude können Schatten werfen und die Leistung der Anlage reduzieren. Denke auch an langfristige Veränderungen, z. B. wachsende Bäume.

2. Neigung und Ausrichtung

Optimal ist ein Süddach mit einem Neigungswinkel von 30–45°. Ost-West-Dächer sind ebenfalls nutzbar, Norddächer eher ungeeignet.

3. Dachfläche

Je größer die verfügbare Fläche, desto mehr Module lassen sich installieren und desto wirtschaftlicher wird die Anlage.

4. Dachstruktur und Material

Ziegel- und Schieferdächer sind ideal. Metall- oder Flachdächer erfordern spezielle Montagesysteme. Prüfe, ob die Tragfähigkeit der Konstruktion für die zusätzliche Last der PV-Module ausreicht.

5. Zustand des Daches

Eine intakte Dachhaut ist Voraussetzung für eine langlebige PV-Anlage. Bei älteren Dächern lohnt sich eventuell eine Sanierung vor der Installation.

6. Rechtliche Vorschriften und Förderungen

Informiere dich über Baugesetze, Denkmalschutz oder die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Gleichzeitig lohnt sich ein Blick auf regionale Fördermöglichkeiten.

7. Wirtschaftlichkeit

Kalkuliere mögliche Einsparungen, Einspeisevergütung und Amortisationszeiten. metergrid unterstützt dich für dein Mieterstromprojekt gern bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung und Erstellung einer realistischen Prognose.

Photovoltaik und Mieterstrom: So setzt du dein Projekt erfolgreich um

Wenn du festgestellt hast, dass dein Dach grundsätzlich geeignet ist, beginnt die spannende Phase der Umsetzung. Zunächst geht es um die Planung der Anlage. Dabei solltest du die Größe der PV-Anlage festlegen, abhängig von der verfügbaren Dachfläche, dem Stromverbrauch deiner Wohneinheiten und deinem Ziel, also ob du eher Eigenverbrauch, Einspeisung oder Mieterstrom anstrebst. Gleichzeitig musst du die technische Ausstattung auswählen: Module, Wechselrichter und optional einen Speicher. Speicher sind sinnvoll, wenn du einen möglichst großen Teil des erzeugten Stroms direkt selbst nutzen möchtest.

Mieterstrom als privater Vermieter erfolgreich umsetzen ist tatsächlich weniger kompliziert, als es auf den ersten Blick erscheint. Im Interview erklärt Vermieter Thomas Klömmer, wie er sein eigenes Photovoltaik- und Mieterstromprojekt gestartet hat.

Auch für kleinere Gebäude kann Mieterstrom sich in der Praxis lohnen, wie unser Video-Projektbericht zeigt:

Wirtschaftlichkeit in der Praxis

Viele Anbieter, darunter metergrid, erstellen vor Beginn eines Projekts eine realistische Prognose der Stromerträge und eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, die dir zeigt, wie schnell sich die Anlage amortisiert. Im nächsten Schritt kommen die rechtlichen und organisatorischen Punkte. Je nach Projektgröße und Dachtyp kann ein Bauantrag notwendig sein. Auch der Netzanschluss muss mit dem lokalen Netzbetreiber abgestimmt werden, damit die erzeugte Energie ins Hausnetz eingespeist werden kann.

Wenn du Strom an deine Mieter*innen weitergeben möchtest, sollte ein transparenter Mieterstromvertrag bestehen, der fair kalkuliert ist und alle Konditionen klar regelt. Ein seriöser Mieterstrom-Anbieter bietet i.d.R. eine transparente und digitale Lösung für den Vertragsabschluss zwischen Anlagenbetreiber (Vermieter) und Mietern an. Die Abrechnung der Stromlieferungen kannst du selbst übernehmen oder auf Wunsch durch metergrid Plus abwickeln lassen, um den administrativen Aufwand zu reduzieren.

Die Installation der PV-Anlage selbst sollte stets durch zertifizierte Handwerker erfolgen. Die Photovoltaik-Module werden fachgemäß auf dem Dach montiert. Danach prüft der Netzbetreiber den Anschluss, und nach Freigabe kann die Anlage in Betrieb genommen werden. Hierbei kann es je nach Netzbetreiber evtl. zu Wartezeiten bei der Bearbeitung kommen, die du für dein Projekt mit einplanen solltest.

Im Anschluss an die Installation ist es wichtig, die Anlage regelmäßig zu überwachen. So kannst du Leistungseinbußen frühzeitig erkennen und Wartungen rechtzeitig durchführen. Während Module meist kaum Pflege benötigen, sollten Wechselrichter und Speicher kontrolliert werden. Für Mieterstromprojekte ist die korrekte Abrechnung der einzelnen Wohneinheiten essenziell, damit alle Nutzerinnen korrekt versorgt werden. Für eine korrekte und übersichtliche Abrechnung bei möglichst wenig Aufwand gibt es spezielle Software - sowohl für Photovoltaik im Einfamilienhaus als auch spezialisierte Mieterstrom-Software.

Photovoltaik als Mieter? Balkonkraftwerk oder Mieterstrom-Teilnahme

Mieterinnen und Mieter haben i.d.R. nicht die Möglichkeit, eigene PV-Anlagen auf dem Dach zu installieren. Hier gibt es aber alternative Lösungen, wie auch sie aktiv die Energiewende mitgestalten können, zum Beispiel Balkonkraftwerke. Das sind kleine PV-Anlagen z.B. für den Balkon oder das Dach eines Schuppens, die einfach in die Steckdose eingesteckt werden können. Mit weniger Eigenkapital ist die Teilnahme am Mieterstrommodell aber oft die einfachere Herangehensweise. Voraussetzung ist hierbei natürlich, dass der Vermieter bzw. Hauseigentümer Mieterstrom für seine Mietparteien anbietet. Mieterstrom bietet tatsächlich auch für Mieter viele Vorteile, nicht zuletzt die Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen am öffentlichen Strommarkt.

Fazit für Vermieter: Mit dem richtigen Dach zum Erfolg

Photovoltaik im eigenen Haus umzusetzen, bietet also zahlreiche Vorteile und ist nicht so kompliziert wie häufig angenommen. Ob dein Dach für eine Photovoltaikanlage geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Sonnenexposition, Dachneigung, Fläche, Material und Zustand sind entscheidend. Auch der Gebäudetyp wie z.B. Altbau oder Neubau können die Eignung deiner Immobilie für Photovoltaik und Mieterstrom beeinflussen. Letztendlich kann ein Beratungsgespräch bei einem Experten für PV und Mieterstrom hilfreich sein, um eine differenzierte Einordnung zu erhalten.

Mit einer sorgfältigen Planung kannst du die richtige Anlagengröße und Technik auswählen, Genehmigungen klären und die Installation durch Fachfirmen umsetzen. Wichtig ist auch, die Anlage regelmäßig zu überwachen und die Stromabrechnung bei Mieterstromprojekten korrekt zu organisieren. Mit diesen Schritten legst du die Basis für eine wirtschaftlich sinnvolle und langfristig funktionierende PV-Anlage auf deinem Gebäude.

Häufige Fragen:

Wie erkenne ich, ob mein Dach ausreichend Sonnenlicht für eine PV-Anlage bekommt?

Entscheidend ist, wie stark und wie lange dein Dach tagsüber der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Ideal ist eine weitgehend schattenfreie Fläche über den größten Teil des Tages. Temporäre Schatten (z. B. durch Fahnenmasten oder Satellitenschüsseln) sind weniger problematisch als dauerhafte Verschattungen durch hohe Bäume oder umliegende Gebäude. Tools wie Solarkataster oder eine professionelle Vor-Ort-Analyse geben hier eine verlässliche Einschätzung.

Muss mein Dach unbedingt nach Süden ausgerichtet sein?

Eine Südausrichtung mit 30 bis 45 Grad Neigung gilt als optimal – aber auch Ost- oder Westausrichtungen sind durchaus effizient. Diese eignen sich gut, um Strom gezielt am Morgen oder am Nachmittag zu erzeugen, wenn der Eigenverbrauch typischerweise am höchsten ist. Selbst bei Flachdächern lässt sich durch Aufständerung ein idealer Neigungswinkel herstellen.

Welche Rolle spielt die Dachfläche bei der Planung einer PV-Anlage?

Je größer die nutzbare Dachfläche, desto mehr Module kannst du installieren – und desto mehr Strom kannst du erzeugen. Eine größere Anlage reduziert zudem die Kosten pro Kilowatt installierter Leistung (kWp), was sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt. Auch kleinere Dächer können lohnenswert sein, wenn sie gute Einstrahlungswerte und geringe Verschattung aufweisen.

Was muss ich beim Dachmaterial und der Bausubstanz beachten?

Die Tragfähigkeit und das Material deines Daches sind entscheidend für die Befestigung der Module. Ziegel-, Beton- und Schieferdächer eignen sich gut, während bei Metalldächern oder Bitumenbahnen Speziallösungen notwendig sind. Ein statischer Check ist bei älteren Gebäuden oder besonders leichten Dachkonstruktionen ratsam – insbesondere bei Flachdächern oder denkmalgeschützten Immobilien.

Welche rechtlichen oder finanziellen Rahmenbedingungen muss ich beachten?

Regionale Bauvorschriften, denkmalrechtliche Einschränkungen oder Bebauungspläne können Einfluss auf die Planung nehmen. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Förderprogramme – auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene – die die Investitionskosten spürbar senken können. Besonders in Städten mit Klimaförderprogrammen lohnt es sich, frühzeitig zu prüfen, welche Zuschüsse kombinierbar sind. Auch steuerliche Vorteile, wie der Nullsteuersatz für kleine PV-Anlagen, sollten in die Wirtschaftlichkeitsrechnung einfließen.

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